Gasthauskind
Kritiken

 

(...) Man muß Ingried Wohllaib für dieses Buch danken.
Robert Sernatini, Musenblätter 29.03.2011

 

(...) Der Roman in Ich-Form folgt dem biografischen Schema, beginnt mit der Geburt, endet weit weg von der Kindheit, die doch nie vergeht (...) Gasthauskind ist nüchtern, unpathetisch, aber nicht weinerlich. (...)
Thomas Rothschild, Stuttgarter Zeitung

 

(...) So schreibt, dem ein Leid angetan wurde. (...) das macht ihre Sätze knapp, tränenlos. Härte schützt vor Sentimentalität. Scham und Wut geben ihnen die Tiefenschärfe von Fotografien. (...)
Jürgen Holwein, Stuttgarter Nachrichten

 

(...) Es ist diese ungewöhnliche Erzähltechnik, aber auch die knappe temporeiche, bildreiche Sprache, die das Buch zu einer spannenden und zugleich nachdenklich stimmenden Lektüre macht. (...) Doch wohl gerade von der "subjektiven Erfahrung" der Autorin lebt die Schilderung, wie Petra Morsbach im Nachwort betont. (...)
Augsburger Allgemeine Zeitung

 

(...) Knappheit und Stimmigkeit des Stils waren der Autorin spürbare Anliegen angesichts des provozierenden Stoffes. (...) Stammgäste, die den Ruhetag nicht akzeptierten, bezeichnet sie als „Lebenszeitdiebe“ und wundert sich später, dass „sie starben, ohne bestraft worden zu sein“. (...)
(...) Wieder ist er da – der Blick auf’s Stimmige. Und immer wieder diese Bilder („Böe“), die Leuchtkraft besitzen sowie von Humor („dramatisches Haus“) zeugen. So entsteht der Eindruck von Genauigkeit und Unbeirrbarkeit. Dahinter steckt ein Eigensinn, dem dieses Buch verdankt, dass sich keine Passage auf bloße Hoffnungslosigkeit beschränkt. (...)
(...) Aber bei aller Verfremdung und möglicher Zugespitztheit handelt es sich bei (fast) allen Protagonisten mutmaßlich um rechtschaffene Leute, deren Kehrseite hier ihre „Würdigung“ fand. (...)
Renate Schauer, Literaturkritik.de

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